Fragen / Antworten

Seit wann gibt es die Perlen?

Der „Erfinder“ des Perlenkranzes, der schwedische evangelische Bischof Martin Lönnebo, kam im Spätsommer des Jahres 1995 auf die Idee, einen Perlenkranz als Hilfe für Gebet und Meditation zu entwickeln. Sein Verlag, der Verbum Verlag in Stockholm, brachte im Laufe des Jahres 1996 die ersten Perlenkränze und auch ein Begleitbuch dazu heraus. Zunächst verbreitete sich der Perlenkranz in Schweden und bald auch über Schweden hinaus vor allem in den anderen Ländern Skandinaviens, in Finnland, Norwegen und Dänemark. In Deutschland wurde er unter dem Namen „Perlen des Glaubens“ zum ersten Mal während des Ökumenischen Kirchentages in Berlin 2003 einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.

Gibt es Seminare, Kurse, Studientage oder Ähnliches zum Gebrauch der „Perlen des Lebens“?

Eine ganze Reihe von Bildungsstätten, Einkehrhäusern, Tagungsstätten etc. bieten Kurse, Seminare und Studientage zu den „Perlen des Lebens“ bzw. zu den „Perlen des Glaubens“ an. Leider sind uns längst nicht alle bekannt und es werden auch erfreulicherweise immer mehr. Wir weisen gerne auf Einrichtungen, die Veranstaltungen zu den Perlen des Lebens anbieten, hin, sobald wir dazu Genaueres wissen (bitte nutzen Sie das Kontaktformular)! Für alle „Nordlichter“ bzw. diejenigen, die gerne mal in den Norden reisen: Das Ansverus-Haus in Aumühle bietet Kurse und Studientage zum persönlichen Gebrauch der Perlen und zum Einsatz der Perlen zum Beispiel in der Arbeit mit Kindern, in der Konfirmanden- und Gemeindearbeit an.

In welchen Ländern und Sprachen gibt es Literatur und Informationen zu den Perlen des Lebens?

Zur Zeit gibt es in Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland, England und den USA – und natürlich in Deutschland und den deutschsprachigen Ländern – Bücher und Informationen in den jeweiligen Landessprachen zu den Perlen des Lebens. Weiterführende Informationen dazu finden sich zum Beispiel unter www.fralsarkransen.se und unter www.pearlsoflife.org.

Woraus sind die Perlen hergestellt?

Bis auf die goldene Gottesperle sind alle Perlen aus Glas hergestellt. Die goldene Gottesperle besteht aus Messing. Alle Perlen werden gemäß den Grundsätzen des gerechten Handels (Fair Trade) in Handarbeit in Indien hergestellt.

Mehr dazu unter Die Herstellung der Perlen.

Warum ist das Perlenband unter zwei verschiedenen Namen verbreitet?

Manche nennen es „Perlen des Lebens“, andere kennen es unter dem Namen „Perlen des Glaubens“. Gibt es einen Unterschied zwischen den Perlenkränzen?

Zwischen den Perlenkränzen als solchen gibt es, außer den unterschiedlichen Namen, keinerlei Unterschiede. Sowohl die „Perlen des Lebens“ als auch die „Perlen des Glaubens“ stammen aus Indien und werden dort von der Fair-Trade-Handelsorganisation Tara Projects hergestellt. Die einzelnen Perlen, also zum Beispiel die Gottesperle, die Ich-Perle, die Wüstenperle, die Perlen der Stille usw., tragen bei beiden Perlenkränzen jeweils denselben Namen. Dass die Perlenkränze als solche zwei Namen, nämlich „Perlen des Lebens“ und „Perlen des Glaubens“ haben, hat folgenden Hintergrund: In Schweden, wo 1996 die ersten Perlenkränze herauskamen, hießen die Kränze von Anfang an und bis heute „Frälsarkransen“, was so viel heißt wie „Heilands-Kranz“, „Erlöser-Kranz“, „Retter-Kranz“. In Dänemark und Norwegen trugen und tragen sie den Namen „Kristuskransen“, also „Christus-Kranz“. Damit sprach man vor allem Menschen innerhalb der Kirche an. Bald aber merkte man, dass viele Menschen auch außerhalb der Kirche sich für das Perlenband interessierten und begeisterten und suchte deshalb nach einem weiteren Namen für die Perlenkränze. Da es bei dem Perlenkranz um das ganze Leben geht und der gesamte Lebensweg des Menschen in dem Perlenkranz abgebildet wird, nannte man die Perlen „Perlen des Lebens“. Das hat zudem auch eine weltweite Komponente, denn in England und den USA heißen die Perlen des Lebens „Pearls of Life“ und auch in Skandinavien gibt es neben dem ursprünglichen Namen „Frälsarkransen“ (in Schweden) bzw. Kristuskransen“ (in Dänemark und Norwegen) die Perlenbänder unter dem Namen „Livets pärlor“ (in Schweden) bzw. „Livets perler“ (in Dänemark und Norwegen), was „Perlen des Lebens“ heißt. Das heißt: überall auf der Welt, wo es den Perlenkranz des schwedischen Bischofs Martin Lönnebo gibt, ist er unter demselben Namen, nämlich „Perlen des Lebens“, natürlich in der jeweiligen Landessprache, verbreitet.